DIVERGENCES 2
Revue libertaire internationale en ligne
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Konzertblockade des Innenministeriums in Berlin
On-line gesetzt am 19. Juni 2013
Rubrik : Willkommen

Mit einer Konzertblockade des Innenministeriums protestierten die Musiker_innen der Gruppe lebenslaute am Montag, den 16. Juni gegen die deutsche Asylpolitik. Mit dem Mittel der klassischen Musik machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam, unter anderem Abschiebungen zu stoppen und (...)

On-line gesetzt am 16. September 2013
Rubrik : Willkommen

Wo immer Georges Brassens, der anarchistische Revolutionär des französischen Chansons mit dem wuchtigen Schnauzbart, im Paris der frühen fünfziger Jahre seine frechen Lieder sang, folgte ihm ein Schatten: ein hagerer junger Mann mit leicht südländischem Aussehen und einem Lächeln, das hundert Zähne (...)

Rupert Neudeck
Eine posthume Überraschung zum 100. Geburtstag von Albert Camus: Lou Marin editierte dessen »Libertäre Schriften«
On-line gesetzt am 3. November 2013
zuletzt geändert am 8. Dezember 2013
Rubrik : Willkommen

Das Buch ist wie eine Offenbarung. Da fühlt man sich einem politischen Schriftsteller, der vor über einem halben Jahrhundert starb, nah, so nah. Seine Bücher sind einst von Millionen Menschen in Europa und Nordafrika begierig gelesen worden, waren ihnen Lebensbegleiter. Und heute? Wer kennt noch Albert Camus? Den Libertären, den Sozialrebellen, der vor 100 Jahren, am 7. November 1913, in Algerien das Licht der Welt erblickte. »Libertäre« werden im französischen Sprachgebrauch die Anarchisten genannt. Für deutsche Leser dürfte es das erträglichere Attribut sein als »Anarchist« oder »Anarcho-Syndikalist«. Denn diese Worte klingen im Deutschen schon fast nach Rote-Armee-Fraktion.

Die libertären Sozialrebellen waren der Ersten Internationale suspekt wie auch der orthodoxen Kommunistischen Internationale, vor allem aber der westlich-kapitalistischen Welt. Sie begründeten eine Tradition, die jegliche Autorität, den Staat und die zentralistische Bürokratie ablehnte und Eigentum (...)

Rudi Friedrich
On-line gesetzt am 5. Januar 2014
Rubrik : Willkommen

Auf einem Treffen zur Kriegsdienstverweigerung im Februar 2012 in Istanbul entstand die Idee, die wachsende Bewegung zur Kriegsdienstverweigerung und die sehr unterschiedlichen Motive der Verweigerer und Verweigerinnen in der Türkei zu dokumentieren. Im Laufe der nächsten Monate führten wir von Connection e.V., unterstützt von Julian Irlenkäuser (1), eine ganze Reihe von Interviews, die wir schließlich im November 2013 in einer Broschüre veröffentlichen konnten.

Abstimmung mit den Füßen

Wer einen Blick auf die türkischsprachige Website www.savaskarsitlari.org wirft, findet dort unter dem Stichpunkt "Vicdani Ret" (Kriegsdienstverweigerung) eine Auflistung der Personen, die seit 1989, also in den letzten fast 25 Jahren, ihre Kriegsdienstverweigerung (...)

Langjährige Unterstützung der Apartheid
On-line gesetzt am 5. Januar 2014
Rubrik : Willkommen

Bundesdeutsche Behörden haben dem Apartheid-Regime einst Belastungsunterlagen für einen politischen Prozess unter anderem gegen Nelson Mandela geliefert. Das geht aus einer Untersuchung zur Bonner Südafrika-Politik hervor. Demnach übergaben bundesdeutsche Stellen einem südafrikanischen Diplomaten Dokumente aus dem Verbotsverfahren gegen die KPD und stellten Unterstützung durch den Inlandsgeheimdienst in Aussicht. Damit sollte ein Gerichtsverfahren munitioniert werden, das auf die Ausschaltung politischen Widerstands gegen das rassistische Regime in Pretoria zielte. Auch der letzte Woche verstorbene und jetzt von Berlin gepriesene Mandela war betroffen.

Bonns Ziel war es, einerseits die Apartheid an der Macht zu halten, da sie als zuverlässig prowestlich galt, andererseits aber auch bundesdeutsche Sondereinflüsse zu behaupten, die nicht zuletzt deutschen Unternehmen lukrative Geschäfte bescherten. Tatsächlich zählten deutsche Konzerne bis zuletzt (...)

Buchbesprechung
Das Leben von Magda & André Trocmé
On-line gesetzt am 25. Januar 2014
Rubrik : Willkommen

Die Geschichte von Magda und André Trocmé und ihrem christlich motivierten Widerstand gegen Nazismus und Faschismus ist eine bemerkenswerte. Nun ist eine Biografie der beiden in deutscher Sprache erschienen.

Vor einigen Jahren habe ich für die Zeitschrift Graswurzelrevolution das Buch „Von Engeln und Eseln“, erschienen im Neufeld Verlag, rezensiert, das Weihnachtsgeschichten des französischen Priesters André Trocmé versammelte. Obwohl von den Geschichten selbst nicht besonders angetan, beeindruckte mich (...)

Jürgen Rose
Strategien zur Akzeptanz der Bundeswehr
On-line gesetzt am 29. Januar 2014
zuletzt geändert am 2. Februar 2014
Rubrik : Willkommen

Als am 9. Mai 1945 nach viereinhalb Jahren des Schlachtens, Verstümmelns, Mordens, Vergasens und Krepierens endlich die Waffen in Europa schwiegen, lag zusammen mit dem Dritten Reich endlich auch der wilhelminisch-preußische Krieger- und Heldenkult in Trümmern. Gründlich ausgebombt worden war den (...)

Nein zur Bundeswehr in Mali und Zentralafrika!
On-line gesetzt am 9. März 2014
Rubrik : Willkommen

Die deutsche Regierung will sich zukünftig stärker militärisch in Mali und der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) engagieren. "Europa kann Frankreich dabei nicht alleine lassen", so Bundesaußenminister Steinmeier am 19. Januar 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde dies von Kriegsministerin von der Leyen u.a. mit "humanitären Zielen" und einem "drohenden Völkermord" begründet. Zudem propagierte Bundespräsident Gauck ein verstärktes kriegerisches Engagement aufgrund der Größe, Wirtschaftsmacht und Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen und Märkten. Dieser Machtanspruch soll auch militärisch durchgesetzt werden. Die GWR wird dieses Thema in den nächsten Monaten verstärkt unter die Lupe nehmen. Den Auftakt macht die folgende Analyse aus Frankreich. (GWR-Red.)

Die französische Presse und die etablierten Medien hatten bis dahin geschwiegen. Dann verkündete Frankreichs Außenminister Laurent Fabius (PS) am 4. Dezember 2013 plötzlich auf allen Kanälen: "Genozid!" Wo, wer, was? In der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), das auch viele Franzosen und (...)

Woody Guthrie:
On-line gesetzt am 24. März 2014
zuletzt geändert am 27. März 2014
Rubrik : Willkommen

("Plane Wreck at Los Gatos") ("Goodbye Juan")

Text von Woody Guthrie, Musik von Martin Hoffman1

The crops are all in and the peaches are rott’ning,

The oranges piled in their creosote dumps;

They’re flying ‘em back to the Mexican border

To pay all their money to wade back again

Goodbye to my (...)

Neue Serie
z. B. Was sucht die Bundeswehr in Mali ?
On-line gesetzt am 25. März 2014
Rubrik : Willkommen

Projekt Münchhausen

"Jeder Stifter einer Weltreligion verhieß Frieden, und zwar im Diesseits, zu erreichen durch Toleranz, Barmherzigkeit, Menschlichkeit. Staatsgründer taten es ihnen gleich und schrieben in ihre Grundgesetze: All men are created equal (Unabhängigkeitserklärung der USA). Großartige, kluge Worte. Und doch ist die menschliche Geschichte geprägt von Gewalt und Krieg, deren Beute von wenigen eingesackt wurde und dessen Leid von den Vielen getragen werden musste.

Wie gelang es und gelingt es in fast allen Gesellschaftsformationen, die Menschen gegeneinander in Stellung und zu Mord und Totschlag zu bringen und dies noch als gute und ehrenvolle Taten zu verkaufen?

Die Massenmörder schrieben und schreiben die Geschichte, sie ließen sich den Titel ‚Der Große’ zumessen, und der Tod auf dem Schlachtfeld wurde zum Heldentod verklärt, während die ‚Kollateralschäden’ ignoriert wurden. Interessen obsiegen über Ethik und Moral.

Das Projekt Münchhausen fordert alle auf, (...)

Snowman
20 Jahre Genozid in Ruanda: Eine antimilitaristische Analyse
On-line gesetzt am 4. Juli 2014
Rubrik : Willkommen

Die Archive öffnen sich. Bis auf wenige, aber bedeutende Ausnahmen sind Militär- und Geheimdienstberichte zur Rolle der französischen Armee beim Genozid in Ruanda für ForscherInnen zugänglich. Die beteiligten befehlshabenden Militärs veröffentlichen in ihren Memoiren kompromittierende Details. Veröffentlichungen zur Rolle französischer Militärs beim Genozid häufen sich nun in Frankreich. Doch sie haben immer noch den Charakter widerständiger Geschichtsschreibung. Die PS-Regierung Hollande wehrt alles ab - auch um die Schuld des damaligen Präsidenten François Mitterand und seiner Afrikapolitik auszublenden.

Die nachfolgende Darstellung der Schuld (nicht etwa nur Beihilfe) der französischen (fortan: frz.) Armee am Genozid in Ruanda sollen nicht etwa dazu dienen, die Schuld der Hutu-Mörder vor Ort klein zu reden.

Sie ist angesichts des erdrückenden Materials und Wissens weitgehend bekannt, wenn auch (...)

Lebenslaute am Abschiebegefängnis Eisenhüttenstadt
On-line gesetzt am 2. September 2014
zuletzt geändert am 3. September 2014
Rubrik : Willkommen

Lebenslaute suchte am Sonntag, 31.08.14, gegen 9:15 Uhr den selbstgewählten Konzertort auf: 70 MusikerInnen zwischen 15 und 80 Jahre ließen sich unmittelbar am äußeren Zaun des Abschiebegefängnisses Eisenhüttenstadt nieder.

Nachdem der Zaun mit Transparenten behängt und Zelte zum leider notwendigen Regenschutz aufgebaut waren, begann das Konzert mit dem diesjährigen Lebenslaute-Oratorium . Als kurze Zeit später einige MusikerInnen unter dem Motto “Probenpalast statt Abschiebeknast” mit Leitern den Zaun überwunden (...)

Ellen Diederich
On-line gesetzt am 7. Dezember 2014
Rubrik : Willkommen

Ellen Diederich schreibt an Wolf Biermann unter dem noch frischen Eindruck von dessen Auftritt vor dem Deutschen Bundestag, als er in der Gedenkstunde zum Mauerfall die Linkspartei scharf attackierte. Ellen Diederich kannte Wolf Biermann schon sehr lange, seine Lieder gaben ihr einmal Mut und Trost im politischen Kampf. Das scheint jetzt vorbei.

Lieber Wolf,

doch ich nenne dich noch so. Als ich Dich zum ersten Mal sah, warst Du unendlich traurig, damals, im November 1976, ein paar Tage nach Deiner Ausbürgerung in Wallraffs Wahnsinnsbüro, wo Du Unterschlupf gefunden hattest. Alle paar Minuten klingelte das Telefon, so viele Menschen (...)

Bußgeldsache wegen Betretens des Truppenübungsplatzes in der Colbitz-Letzlinger Heide am 04.08.2013
Verteidigungsrede (oder Anklage ?)
On-line gesetzt am 15. Dezember 2014
Rubrik : Willkommen

Malte Fröhlich wurde in der Bußgeldsache wegen Betretens des Truppenübungsplatzes in der Colbitz-Letzlinger Heide zu einer Geldbuße verurteilt. Seinen Anträgen auf Freispruch oder ersatzweise eine höhere Geldbuße als 250 € wurde nicht statt gegeben. Nach Ansicht der Richterin ist das Betreten des militärischen Sperrgebietes, keine geeignete Möglichkeit einen vermeintlichen oder tatsächlichen Notstand zu beenden. Aus diesem Grund wurde der Zeuge Florian Pfaff, der diesen Notstand nachgewiesen hätte, nicht gehört

Bonn, 19.November 2014

Sehr geehrte Frau Richterin Gleesner, sehr geehrte Anwesende,

in den letzten Wochen wurde auf sehr unterschiedliche Weise an das 25. Jahr des Endes der DDR gedacht. Zu zahlreichen Veranstaltungen und von mehreren Medienvertretern war ich eingeladen, über meine (...)

Abraham Johannes Muste (1885 - 1967)
zwischen Arbeitskampf, Antirassismus und gewaltfreier Revolution
On-line gesetzt am 4. Januar 2015
Rubrik : 2015

Im Januar 2015 jährt sich der Geburtstag von A. J. Muste zum 130. Mal. Anhand der neu erschienenen Biografie American Gandhi. A. J. Muste and the History of Radicalism in the Twentieth Century soll an diesen beeindruckenden Sozialisten, Gewerkschafter, Pazifisten und gewaltfreien Revolutionär erinnert werden.

Schreibt man über Abraham Johannes (A. J.) Muste, so muss man in verschiedene Lebens- und Schaffensphasen unterteilen, die letztendlich jedoch wiederum ein großes Ganzes ergeben, die also nicht als kleine, unzusammenhängende Stücke behandelt werden können. Das zu berücksichtigen ist wichtig, wird (...)

Andreas Buro
On-line gesetzt am 19. Januar 2015
Rubrik : 2015

Seit Jahrzehnten kämpfe ich in der gesellschaftlichen wie in der internationalen Welt gegen Gewalt. So verurteile ich die terroristischen Vorfälle in Paris ohne wenn und aber.

Gewalt wird in vielen Teilen der Welt rigoros in Invasionen, durch Drohnen, durch Selbstmordattentate, maßlose Zerstörungen wie in Gaza oder durch strukturelle Gewalt in Form von Entrechtung und Ausbeutung angewandt. Den zivilen Opfern, zynisch Kollateralschäden genannt, wird in der Regel wenig (...)

Jean Cabut (13. Januar 1938 - 7. Januar 2015), genannt "Cabu"
On-line gesetzt am 6. Februar 2015
zuletzt geändert am 7. Februar 2015
Rubrik : 2015

Die fünf Zeichner, die am 7. Januar 2015 bei Charlie Hebdo neben sieben weiteren Personen kaltblütig ermordet wurden, hießen - oft mit Pseudonymen versehen - Charb, Wolinski, Cabu, Tignous und Honoré. Es wäre nicht ganz richtig, sie und die anderen JournalistInnen (Überlebende und Ermordete), oder überhaupt die Satirezeitschrift Charlie Hebdo einfach als libertär zu bezeichnen, dazu war das Spektrum zu heterogen.

"Die Wochenzeitung bestand aus Anarchisten, Ökologen, Kommunisten, Trotzkisten und sie stritten sich untereinander mehr und mehr" (1), so beschreibt es die linksliberale Tageszeitung Libération, in deren Räumen die Überlebenden, wie schon nach dem islamistischen Brandanschlag 2011 auf die Charlie (...)

Sebastian Kalicha (Hg.)
Facetten einer libertären Strömung
On-line gesetzt am 1. April 2015
zuletzt geändert am 8. Dezember 2013
Rubrik : Willkommen

"Biblisches Gedankengut führt direkt zum Anarchismus", meinte der Philosoph und christliche Anarchist Jacques Ellul. Dennoch werden Anarchismus und Christentum selten zusammengedacht. Christliche AnarchistInnen sind aber der Überzeugung, dass eben dies eine große Bereicherung sowohl für den Anarchismus als auch für das Christentum wäre. Der Sammelband geht der Frage nach, wie libertäres Christentum aussehen kann, stellt unterschiedliche christlich-anarchistische Traditionen vor und untersucht diverse Aspekte dieser libertären Strömung und der sich darauf berufenden Bewegung(en).

Christlicher Anarchismus wird oft ausschließlich mit Leo Tolstoi assoziiert. Dieses Buch ist der Versuch, den christlich-anarchistischen Diskurs zu verbreitern und die unterschiedlichen Facetten und Debatten zum Thema einzufangen. Die Textsammlung bietet allgemeine Reflexionen zum Verhältnis von (...)

Emilio Weinberg
"Kritische Solidarität" und "Gewaltfreie Aktion" in der Anti-Kohle-Bewegung
On-line gesetzt am 1. April 2015
Rubrik : Willkommen

Es wird weiterhin unglaublich viel Braunkohle verbrannt, um Strom zu erzeugen. Der aktuelle Geschäftsbericht 2014 von RWE zeigt, dass dieser Konzern europaweit insgesamt 208 Terrawattstunden Strom erzeugt hat, dabei 77,2 Terrawattstunden aus dem klimaschädlichsten Energieträger Braunkohle, 48,3 aus Steinkohle, 38,3 aus Gas, 31,7 aus Atomenergie und nur 10,1 aus Erneuerbaren Energien. Erneuerbare Energien machen damit im Strommix von RWE 2014 nur 4,9% aus, Braunkohle ca. 37%, Steinkohle ca. 23%. Dagegen regt sich immer mehr Widerstand.
Das Rheinische Braunkohle-Revier wird dabei zum Brennpunkt des Widerstands

In den nächsten Monaten werden viele Menschen auch von weither ins Rheinische Braunkohle-Revier (im Städte-Dreieck Köln, Düsseldorf und Aachen) kommen. Es ist viel los.

Ein Überblick zu den "Highlights":

Vom 10. - 12. April findet in Köln eine große Internationale Klima-Aktions-Konferenz statt mit (...)

Andreas Buro
Thesen zur Neuorientierung der Türkei/
On-line gesetzt am 29. Juli 2015
Rubrik : 2015

Was bedeuten die Veränderungen der Frontstellungen im türkisch-kurdisch-islamistischen und US-amerikanischen Verhältnis? Hier einige Thesen:

• Der gegenwärtig oft zitierte türkisch-kurdische Friedensprozess war von türkischer Seite vorrangig ein taktisches Mittel, um vor Wahlen Stimmen für die (...)

Protestaktion gegen Braunkohle
On-line gesetzt am 24. August 2015
zuletzt geändert am 31. August 2015
Rubrik : 2015

Konzert im Tagebau unter dem Motto "Andante an der Kante"
100 musizierende Demonstranten im Tagebau Hambach

Die Musiker von Lebenslaute sind bekannt für ihre außergewöhnlichen Konzerte, vorzugsweise dort, wo sich gesellschaftliche und politische Konflikte zeigen. Dafür erhielten sie 2014 den Aachener Friedenspreis.

Am Sonntag (23.08.2015) sind sie nach einer angemeldeten Demonstration in Manheim bei (...)

die waffen nieder!
On-line gesetzt am 4. September 2015
Rubrik : 2015

Während des NATO-Manövers Trident Juncture 2015 wird die Allianz Militärinterventionen im Norden Afrikas üben

Die NATO-Übung Trident Juncture 2015 wird im Oktober und Anfang November in Italien, Portugal und Spanien stattfinden. Nach verschiedenen Quellen handelt es sich dabei um "die größte Übung der NATO seit Ende des Kalten Krieges" (1), "die wichtigste Übung der Allianz in 2015" (2), "den größten (...)

Uri Avnery:
So etwas wie "internationalen Terrorismus" gibt es nicht.
On-line gesetzt am 28. November 2015
Rubrik : 2015

Dem "internationalen Terrorismus" den Krieg erklären ist Unsinn. Politiker, die das tun, sind entweder Narren oder Zyniker und wahrscheinlich sind sie beides.

Terrorismus ist eine Waffe. Wie eine Kanone. Wir würden über einen, der der "internationalen Artillerie" den Krieg erklärt, lachen. Eine Kanone gehört zu einer Armee und dient den Zielen dieser Armee. Die Kanone der einen Seite schießt auf die Kanone der anderen Seite.

Terrorismus ist eine Vorgehensweise. Sie wird oft von unterdrückten Völkern eingesetzt, wie z. B. von der französischen Resistance gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg. Wir würden über jeden, der der "internationalen Resistance" den Krieg erklärt, lachen.

Der preußische Militärdenker Carl von Clausewitz schrieb bekanntlich: "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln." Wenn er heute unter uns leben würde, würde er vielleicht schreiben: "Der Terrorismus ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln".

Terrorismus (...)

Elmar Klink
Wenn Achzigjährige nicht mit filmen aufhören können.
On-line gesetzt am 3. Februar 2016
zuletzt geändert am 16. Februar 2016
Rubrik : Willkommen 2016

Bemerkungen zu Woody Allen (*1.12.1935) - Schauspieler, Komiker, Regisseur, Buch- und Bühnenautor, Hobby-Jazzklarinettist.

Woody Allen, dessen Eltern sehr alt wurden, der Vater 100, die Mutter 96 Jahre, könnte bei so einem Genpool selbst noch lange Zeit weiter Filme machen. Andere Regisseure treten im höheren Alter eher kürzer oder es gehen ihnen tatsächlich die Phantasie und Ideen aus. Aber bei Woody Allen, der sich (...)

Europas Schande:
von Fabian Scheidler und David Goeßmann
On-line gesetzt am 21. März 2016
Rubrik : Willkommen 2016

Endlich habe die EU wieder Stärke und Einigkeit gezeigt, endlich sei sie wieder in der Lage, ihre Außengrenzen zu sichern, so die offiziellen Verlautbarungen nach dem EU-Gipfel. Doch der Pakt mit der Türkei ist tatsächlich ein Tag der Schande für Europa. Es ist ein Triumph der Zyniker, ein Kniefall vor den Rassisten in der EU, eine vollständige Preisgabe der angeblich europäischen Werte.

Für die vielen Menschen, die weiter fliehen, um ihr Leben zu retten oder Unterdrückung und Elend zu entkommen, soll die Reise nun schon in der Türkei enden. Drei Milliarden Euro wird der türkische Präsident Erdogan für die Flüchtlingsabwehr erhalten, und noch einmal so viel in zwei Jahren, während er (...)

Guillaume Gamblin
On-line gesetzt am 30. April 2016
Rubrik : Willkommen 2016

Jede Zeitung, jede Illustrierte, Fernsehen und Radio, alle reden über die notwendige „Ent-Radikalisierung“ der jungen Franzosen, die verlockt sind, loszuziehen um mit den Dschihadisten vom IS zu kämpfen. Lasst uns an diesem landesweiten Bestreben teilnehmen!

Um die Begeisterung auf den Höhepunkt zu bringen, schlagen wir vor, Maßnahmen gegen drei andere Typen von Indoktrinierung und Rekrutierung der Jugend zu ergreifen, die ebenfalls sehr gefährlich sind und extreme Gewalt mit sich bringen:

Die Rekrutierung durch die extreme Rechte:

Wachsende (...)

Otmar Steinbicker
On-line gesetzt am 12. Mai 2016
Rubrik : Willkommen 2016

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ein neues Thema entdeckt: Cyberwar – Krieg im Internet. Das klingt nicht nach Tod wie in Afghanistan oder neuen gefährlichen Einsätzen wie in Mali. Cyberwar, das klingt chemisch sauber, modern, auf den ersten Blick sogar zivil, schließlich wird hier nicht mit todbringenden Waffen geschossen.

Obendrein gibt es in den Welten des Internets reale Bedrohungen. Jeder Nutzer weiß von Spam-Mails, von Berichten über die Abzocke vertrauensseliger Internet-Nutzer bis hin zu Hacker-Angriffen auf große Organisationen. Dass neben Internet-Kriminalität auch von interessierter Seite in (...)

On-line gesetzt am 20. Juli 2016
Rubrik : Willkommen 2016

1981 annullierte F. Mitterand als neugewählter Präsident das Vorhaben, den Truppenübungsplatz auf der südfranzösischen Larzac-Hochebene um 14 000 ha zu erweitern, heute, 35 Jahre später mobilisieren dort Landwirte und andere politisch Aktive gegen die Stationierung von 1200 Fremdenlegionären, die Jahrzehnte lang in Djibouti und Abu Dabi stationiert waren und nun von dort nach Frankreich verlegt wurden.

Die protestierenden Larzac-Bewohner stehen für über 40 Jahre vielfältigen Widerstands: bekannt ist vor allem der historische Kampf gegen die Erweiterung des Truppenübungsplatzes von 1971-1981. Seitdem gab es viele Protestaktionen, u.a. gegen die Genmanipulation von Lebensmitteln, gegen „mal bouffe“ (...)

Buchbesprechung:
von Lou Marin
On-line gesetzt am 1. November 2016
Rubrik : Willkommen 2016

Wer ist Rirette Maitrejean? „Eine kleine, magere, agressive Kämpferin mit gotischen Profil.“ Mehr verrät uns Victor Kibaltchiche alias Victor Serge nicht in seiner Autobiographie Erinnerungen eines Revolutionärs, deren Erstausgabe 1951 in Paris erschienen ist. Und dies, obwohl er am 3. August 1915 diese Frau im Gefängnis heiratete und ihr von dort 528 Briefe, „alle durch die Gefängniszensur nummeriert, einer zärtlicher, gefühlvoller und mutiger als der andere“ (1) schickte. Fünf Jahre musste Victor Serge im Gefängnis verbringen, verurteilt wegen angeblicher Unterstützung der Bonnot-Bande.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhielt Rirette zwei Briefe in der Woche von ihrem angetrauten Kampfgefährten. Serge erinnert in seiner Autobiographie verblüffend wenig an diese, für ihn real immer wieder wichtige Frau. Er erwähnt sie nebenbei, lediglich viermal und immer unter ihrem Spitznamen (...)

Braunkohlerevier Rheinland
Hambacher Forst – der Konflikt um die Braunkohle spitzt sich zu
On-line gesetzt am 17. Januar 2017
zuletzt geändert am 19. Februar 2017
Rubrik : Willkommen 2017

Die Wald-Besetzung „Hambacher Forst“ im Rheinischen Braunkohle-Revier ist akut in Gefahr.

„Gekommen, um zu bleiben“, das waren die Worte der ersten Wald-Besetzer*innen im April 2012. Sie sind geblieben, schon vier Jahre und acht Monate. Konsequent haben sie ihr Selbstverständnis aus der Anfangszeit in die Tat umgesetzt:

Aus der „Ersten Erklärung aus dem Hambacher Urwald“ (1)

(wichtiger (...)




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